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Heilwasser - Hollerwasser

das schlaffördernde, stressmildernde, wärmende und wohltuende Hydrolat aus der Hollerblüte darf in meiner Naturapotheke nicht fehlen. Gerade in Grippe- und Erkältungszeiten schätze ich die schweißtreibende, entzündungshemmende, immunstimulierende und abschwellende Eigenschaft dieses "alkoholfreien Heilwassers".

zum Herstellungsprozess - die Wasserdampfdestillation

  •  Schritt 1:  Sammeln der offenen Doldenblüten.
    Bei Sonnenschein um die Mittagszeit. 3 Tage vorher sollte das Wetter sonnig und  trocken gewesen sein, um das volle Aroma einzufangen.
    Tipp: Küchenrolle unterlegen, um wertvollen Blütenstaub aufzufangen.         
  • Schritt 2: Von Insekten befreien, entstielen, abwägen.
  •  Schritt 3: Sauberkeit
    Flaschen und Verschlüsse auskochen, Arbeitsmaterial desinfizieren
  • Schritt 4: Vorbereitung Destille
    bei allen Mengen, die unter 1kg liegen, verwende ich 1L Wasser zur Destillation. Das Pflanzenmaterial berührt dabei nicht das Wasser! Dazu wird es in einem Aromakorb gefüllt, welcher etwas über dem Wasser positioniert wird. 

Rahmenbedingung:

Evtl. für Windschutz sorgen, auf Luftfeuchte achten. Einen Destillationsvorgang im Freien an regnerischen oder feuchten Tagen würde ich nicht empfehlen, da die Haltbarkeit darunter leiden kann.

  • Schritt 5: eigentliches Destillieren
    Wichtig ist, dass immer auf konstante Kühltemperatur geachtet wird. Die Kühlwasserzufuhr geschieht bei mir per Hand. Einfacher wäre es, das Wasser dafür von der Leitung zu holen. Aber Vorsicht, bei einem Destillationsvorgang wird eine große Menge an Wasser verbraucht. 
    Der Vorgang wird beendet, wenn sich das Wasser im Kessel zu Ende neigt, oder das Aroma des Wassers deutlich nachlässt.
    Falls es aus dem Kessel zu rauchen beginnt, sofort Hitzequelle abstellen.

 

 

Das Verhältnis Wasser zu Pflanzenmaterial variiert natürlich je nach Pflanzensorte und Zustand (getrocknet oder frisch). Hier ist die Erfahrung der beste Lehrer, mit der Zeit findet man das passende Verhältnis an Wasser zum Pflanzenmaterial. Generell kann man sich im Verhältnis 1L/ kg Material richten. Alles unter 1kg verträgt ebenso 1L Wasser. Bei Haushaltsmengen wird die Absicht des Destillationsvorganges eher auf das Hydrolat gelegt, da es zur Herstellung von ätherischen Ölen größere Mengen an Pflanzenmaterial benötigt. Bestimmte Pflanzenteile wie eben der Holler wird hauptsächlich zu Pflanzenwasser und nicht als ätherisches Öl verarbeitet.

 

weitere Verwendungsmöglichkeiten

 

Der Holler ist ein Strauch Transformation  und wird bei Übergangssituationen aller Art empfohlen. Deswegen findet der Hollerduft im Hospiz seine Anwendung.

Die Duftbotschaft steht für Schutz, Loslassen, Trost, Ausgleich und Geborgenheit

 

In der Volksheilkunde findet das Hydrolat bei Sonnenbrand und entzündete Hausstellen seine Anwendung, in der Frauenheilkunde werden Hollerblüten bei entzündeten Brustwarzen verwendet.

Vorsicht: NICHT bei Schwangeren oder bei übermäßigem Schwitzen einnehmen!