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Lindenholzkohle herstellen

 

Falls man in seinem Survivalkurs mal Durchfall bekommt, nix zum schreiben hat oder die mitgebrachte Zahnpaste ausgeht - hier die Lösung: Lindenholzkohle

 

Die volksmedizinische Verwendung von Lindenholzkohle ist mittlerweile in Vergessenheit geraten. Früher verwendete man Lindenholzkohlenpulver bei Magen- bzw. Darmverstimmungen, Übersäuerung im Magen, Durchfall und Entzündungen im Mundbereich. Die Holzkohlenasche als Zahnpulver ist Putzkörper und Balsam für entzündetes Zahnfleisch zugleich. Auch in der Tierheilkunde fand die Kohle Verwendung. Erkrankte das Vieh aufgrund verdorbener Nahrung, so mischte man ihm Kohlenpulver unter die Nahrung.

 

Herstellungsschritte:

Man sammelt einige kleine Äste der Linde

Sucht sich eine verschließbare Metalldose

Schneidet die Äste in Dosenlänge

Macht Löcher in den Dosendeckel

 

Dann entzündet man ein schönes Lagerfeuerchen und wartet bis sich ausreichend Glutstock gebildet hat

Anschließend legt man die verschlossene Dose, gefüllt mit geschnittenen Ästen, in die Glut. Dabei sollte die Dose mit Glut umgeben sein, nur der Deckel sollte aus dem Glutstock sichtbar sein.

Man wartet und sieht dem Feuer zu, beobachtet die Dose. Mittlerweile entweicht Rauch aus den Löchern, manchmal blitzt eine kleine Flamme aus den Öffnungen hervor.

Sobald es still um die Holzdose wird, es aufgehört hat, aus ihr zu feuern oder zu rauchen, ist die Kohle fertig. Nun nimmt man sie mit einer Zange aus der Glut und lässt sie abkühlen.

 

 

Herstellung eigener Zeichenkohle

Um sich selbst Kohlestifte zum Zeichnen herzustellen, kann man jeden beliebigen Heckenschnitt nehmen. Im selben Verfahren, wie oben beschrieben, wird aus dem Ast der selbstgemachte Zeichenstifte. Dazu schneidet man die Äste in Stiftlänge zusammen. Egal ob man das Lagerfeuer oder den Griller bevorzugt, die Verkohlung funktioniert überall dort, wo genügend Glut vorhanden ist. Wichtig ist nur, dass das Brennmaterial die Dose von allen Seiten gleichmäßig erhitzt.

 

Viel Spaß beim zündeln!